Notfälle

Notfall-Telefon: 0 23 82 / 76 67 00

Anfahrt

Tierärztliche Klinik Ahlen
Bunsenstraße 20
59229 Ahlen

Kontakt

Telefon: 0 23 82 / 76 67 00
Telefax: 0 23 82 / 76 67 01 00
E-Mail: kontakt@tierklinik-ahlen.de

Medizinische Kompetenzen

Neurologie

Epilepsie

Tierklinik Ahlen

Epilepsie ist beim Hund die häufigste chronische neurologische Erkrankung. Zwischen 0,5 und 1 % aller Hunde in der Tierarztpraxis sind an Epilepsie erkrankt. Epilepsie ist bei vielen Hunden eine lebenslange Erkrankung und erfordert eine anspruchsvolle lebenslange Therapie. Hinzu kommt, dass rund ein Drittel der Anfallspatienten nicht zufriedenstellend auf eine medikamentöse Therapie ansprechen (refraktäre Epilepsie). Die Langzeittherapie von Hunden mit idiopathischer Epilepsie kann daher sowohl für den Tierarzt als auch den Besitzer sehr frustrierend sein. Langfristiges Ziel ist es, die Lebensqualität und Lebenserwartung betroffener Hunde zu verbessern und hierbei nicht nur die Anfallsfrequenz, sondern auch die Nebenwirkungen der Medikamente im Blick zu haben. Dabei sollte die Lebensqualität des Tierbesitzers nicht vergessen werden.

 

Ursachen

Epilepsie kann verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet die strukturelle von der idiopathischen Epilepsie. Daneben können auch metabolische Entgleisungen und Toxine Auslöser für reaktive Anfälle sein. Eine strukturelle Epilepsie kann durch verschiedene strukturelle Erkrankungen des Großhirns, wie eine Entzündung, eine Missbildung, eine Neoplasie oder eine Gehirnstoffwechselstörung verursacht werden. Dagegen ist die idiopathische Epilepsie definiert als eine Erkrankung „aus sich heraus“ ohne erkennbare Ursache in Labor, Bildgebung und Pathologie. Bei vielen Hunderassen wird aufgrund des familiär gehäuften Auftretens eine genetische Prädisposition für das Auftreten der idiopathischen Epilepsie vermutet.

Diagnostik

Der erste Schritt bei der diagnostischen Aufarbeitung eines Anfallleidens ist neben der Erhebung eines ausführlichen Vorberichts immer eine Blutuntersuchung inklusive Leberfunktionsparametern, um das Vorliegen reaktiver Anfälle auszuschließen und eine sorgfältige neurologische Untersuchung, um zu überprüfen, ob Hinweise auf einen intrakraniellen Prozess vorliegen.

In Abhängigkeit von den Befunden, dem Vorbericht und dem Signalement, können dann in enger Absprache mit dem Besitzer gegebenenfalls weitere diagnostische Schritte, wie eine Kernspintomographie, eine Untersuchung der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, Röntgen, Ultraschall, usw.,  eingeleitet werden.

Elektroenzephalografie

In vielen Fällen sind epileptische Anfälle ganz eindeutig als solche zu identifizieren. Dies trifft insbesondere auf generalisierte tonisch-klonische Anfälle zu. Bei ungewöhnlichen Anfällen, speziell bei fokalen Anfällen, ist es aber oft nicht einfach, diese von anderen Episoden, wie z.B. einer Bewegungsstörung (paroxysmalen Dyskinesie) oder Schlafstörung (beispielsweise REM-Schlaf-Verhaltensstörung) zu unterscheiden. Die Elektroenzephalografie (EEG) kann hier wesentlich zur  Abgrenzung dieser Krankheitsbilder beitragen.

Frau Dr. Wieländer hat hierzu im Rahmen ihrer Tätigkeit an der LMU München eine neue Technik etabliert – das ambulatorische kabellose Video-EEG. Im Gegensatz zu der bisherigen Praxis eine Elektroenzephalografie nur mit wenigen Elektroden als Kurzzeit-EEG unter Sedation oder Vollnarkose durchzuführen, können mit dieser neuen Methode nunmehr Langzeit-EEG-Untersuchungen am nicht sedierten Hund durchgeführt werden. Auch bei der Intensivtherapie eines Status epilepticus kann das EEG verwendet werden. Wir freuen uns, diese innovative Technik nun auch an der Tierklinik Ahlen anbieten zu können.

NEU! Epilepsie-Sprechstunde

Alles rund ums Thema Epilepsie – Ursachen, Diagnostik, Therapie.

Ihre Katze hatte zum ersten Mal einen epileptischen Anfall und Sie sind unsicher, welche diagnostischen und therapeutischen Schritte nun sinnvoll sind? Bei ihrem Hund wurde eine idiopathische Epilepsie diagnostiziert, aber er spricht nicht adäquat auf das verordnete Medikament an? Bei uns erhalten Sie eine ausführliche Beratung – telefonisch oder persönlich – rund um das Thema Epilepsie.

 

 

Leistungsspektrum Neurologie:

  • Neurologische Untersuchung
  • Magnetresonanztomographie (MRT; 1,5 T)
  • Computertomographie (CT)
  • Röntgen
  • Liquoranalyse
  • Elektromyografie, Elektroneurografie
  • Muskel-/Nervenbiopsie
  • Gehörtest
  • Elektroenzephalografie

Team

Dr. Viefhues

Leiter Neurologie

Dr. Wieländer

Leitung Neurologie

TÄ Gerlach

TÄ Schwerpunkt Neurologie